Ratgeber
Kosten und Förderung einer Wärmepumpe
Kurzantwort: Was eine Anlage insgesamt kostet, hängt stark vom Gebäude ab, deshalb nennen wir hier keine Gesamtpreise. Gerätepreise (Listenpreise des Herstellers, netto) stehen auf den Produktseiten. Ein gutes Angebot enthält Heizlastberechnung, Hydraulik, Speicher, Elektroarbeiten und Rückbau. Förderbedingungen prüfen Sie vor der Beauftragung bei den offiziellen Stellen.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Die Gesamtkosten einer Anlage nennen wir hier bewusst nicht, denn sie hängen stark vom Gebäude ab: von Hydraulik, Speicher, Montage und Förderung. Für die Geräte selbst finden Sie den Listenpreis (netto zzgl. MwSt.) des Herstellers auf den Produktseiten, etwa bei den Modellen EU10L bis EU20L, den Speichersystemen und dem Steuerungsset. Ein Angebot erstellen wir individuell. Typische Bestandteile eines Angebots:
- Wärmepumpe (Außeneinheit) mit Regelung
- Speicher und Hydraulik (z. B. Pufferspeicher, Warmwasserspeicher oder Frischwasserstation)
- Montage, Inbetriebnahme und hydraulischer Abgleich
- Fundament bzw. Sockel und Leitungen zwischen Außeneinheit und Haus
- Elektroinstallation (ggf. Zählerschrank, Zuleitung)
- Demontage und Entsorgung der alten Heizung
- gegebenenfalls Austausch einzelner Heizkörper
Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach Typenbezeichnung: Bei LAMBDA richtet sich die Bezeichnung nach der Maximalleistung bei −10 °C, bei vielen anderen Herstellern nach der Leistung bei 2 °C oder 7 °C (Details in den FAQs).
Betriebskosten
Die Stromkosten hängen von der Effizienz der Anlage, dem Wärmebedarf des Gebäudes und dem Strompreis ab. Die Kennzahl SCOP beschreibt die mittlere Effizienz über ein Jahr unter Referenzbedingungen; in der Praxis zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ) das tatsächliche Ergebnis. Die SCOP-Werte der Modelle bei 35 °C Vorlauf finden Sie in den Technikdaten. Einige Energieversorger bieten besondere Wärmepumpentarife mit Sperrzeiten an. Hier ist eine „weiche“ EVU-Sperre günstig für die Lebensdauer des Geräts.
Checkliste: Was gehört in ein Angebot?
Damit Sie Angebote vergleichen können, sollten diese mindestens folgende Punkte getrennt ausweisen:
- Heizlastberechnung: Grundlage für die Wahl des Geräts, idealerweise raumweise.
- Gerät und Leistung: genaue Typenbezeichnung und Angabe, bei welcher Außentemperatur die genannte Leistung gilt.
- Hydraulik: Pufferspeicher, Warmwasserspeicher oder Frischwasserstation, Pumpen, Armaturen und ein Hydraulikschema.
- Regelung: Regler, Fernzugriff und gegebenenfalls Anbindung einer Photovoltaikanlage.
- Elektroarbeiten und Zähler: Zuleitung, Absicherung und eventuell Arbeiten am Zählerschrank.
- Außeneinheit: Fundament oder Sockel, Leitungen zwischen Außeneinheit und Haus, Durchführungen.
- Hydraulischer Abgleich: ob und in welcher Form er enthalten ist.
- Rückbau: Demontage und Entsorgung der alten Heizung und gegebenenfalls des Öltanks.
- Inbetriebnahme: Inbetriebnahme und Einweisung.
- Optionen: Zusatzleistungen klar vom Grundumfang getrennt.
Fragen an Installateure
- Wie wurde die Heizlast ermittelt, und welche Vorlauftemperatur ist angesetzt?
- Wer erstellt die Schallprognose für meinen Aufstellort?
- Wer kümmert sich um Anmeldungen, zum Beispiel beim Netzbetreiber?
- In welcher Reihenfolge sind Förderantrag, Beauftragung und Baubeginn vorgesehen?
- Wer ist nach der Inbetriebnahme mein Ansprechpartner für Service und Garantie?
Eine Orientierung zu den Schritten bis zur Inbetriebnahme finden Sie unter Ablauf von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme.
Förderung in Deutschland
Der Einbau von Wärmepumpen kann über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert werden. Zuständig sind je nach Antragsteller und Gebäudeart die KfW oder das BAFA. Bedingungen, Fördersätze und Verfahren ändern sich. Deshalb gilt:
- Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen direkt bei BAFA bzw. KfW.
- Klären Sie die Reihenfolge von Antrag, Beauftragung und Baubeginn, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
- Viele Förderprogramme setzen einen hydraulischen Abgleich voraus. Die Einzelraumregelung des Herstellers kann diesen automatisieren; ob die Förderstelle das für Ihren Antrag anerkennt, klären Sie bitte vorab.
- Prüfen Sie, ob zusätzlich Förderungen von Ländern, Kommunen oder Netzbetreibern in Frage kommen. Offizielle Stellen für Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben wir unter Förderung in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verlinkt.
Wir nennen keine Förderbeträge, weil diese sich ändern können und von Ihrer persönlichen Situation abhängen. Auf Wunsch unterstützen wir Sie mit den technischen Angaben für Ihren Antrag.
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